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Posted: 18 Mar 2018


Taken: 26 May 2012

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1/250 f/8.0 55.0 mm ISO 100

PENTAX K200D

smc PENTAX-DA 18-55mm F3.5-5.6 AL II


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Hahnbach, St. Jakobus (PiP)

Hahnbach, St. Jakobus (PiP)
Über die frühen Kirchenbauten in Hahnbach haben sich keine schrift­lichen Zeugnisse erhalten. Auf den romanischen Vorgängerbau ver­weist nur der Überrest eines Turmes im nördlichen Seitenschiff. Verschiedene Inschriften bezeugen die Entstehung der Jakobskir­che. Eine Steintafel an der Südwand des Chores legt den Baubeginn auf den 22. April 1430 fest. Die Fertigstellung des Chores 1434 be­legt eine weitere Bauinschrift an der Südspitze des Chores. Die Stif­tung einer Messe am Frauenaltar vom 12. Januar 1459 legt nahe, dass der Chor einstweilen mit einer provisorischen Wand geschlossen und genutzt wurde.

Den Baubeginn des Langhauses legt eine Bau­inschrift am zweiten Strebepfeiler des südlichen Seitenschiffes auf den 17. Juli 1467 fest. Das Dachwerk konnte in die Zeit nach 1475 datiert werden. Aus dem Jahr 1486 hat sich ein Vertrag mit dem Steinmetz Lienhart erhalten, der ein Gewölbe über dem Frauenaltar einzie­hen sollte. In der zweiten Hälfte des 15. Jh. entstanden auch die Fresken an der Stirnwand des Chores.

1508 wurde für den Altar auf der Empore eine Messe für den Hl. Rochus gestiftet, was beweist, dass der Kirchenbau zu diesem Zeitpunkt schon eine Empore besaß und das Dachwerk fertig gestellt war. Mit dem Bau des mächtigen Westturmes wurde 1521 begonnen und auch hier dokumentieren Jahreszahlen von 1521, 1534 und 1535 den Baufortgang bis zum Aufsetzen der Turmkuppel 1537. Die Barockisierung des Innenraumes erfolgte ab 1711, ohne jedoch in die architektonische Struktur der gotischen Jakobskirche einzugreifen. Der Hochaltar wurde von 1711-13 von einem unbekannten Künst­ler für 430 Gulden angefertigt. 1715 wurden nochmals 53 Gulden 45 Kreutzer an einen Bildhauer Adolph entrichtet. Die barocke Ausma­lung der Decke von 1756-59 zählt zum Werk von Johann Michael Wild (1718-83), einem vielbeschäftigten Künstler aus Arnberg. Die Kanzel fasste 1789 WolfgangPösl (1763-97) aus Arnberg. Das Gehäuse der Or­gel aus den Jahren 1768-70 schuf der Amberger Bildhauer Philipp Lutz. In der Folgezeit blieb der Kirchenbau weitgehend unverändert, doch mussten laufend große Anstrengungen unternommen werden, um Feuchtigkeitsschäden am Mauerwerk zu beheben und die Instandhaltung des Daches zu gewährleisten (1858, 1894). Weitere Restau­rierungen folgten 1946 und 1978.

Die jüngste Renovierung von 2002-2010 unter der Ägide des Pfarrers Thomas Eckert und des Kirchenpflegers Konrad Huber darf in jeder Hinsicht als vorbildlich bezeichnet werden. Sie gestaltete sich als ein echtes Gemeinschaftswerk mit vielen, auch ehrenamtlichen Beteilig­ten, dessen Ausführung das Architekturbüro Carola Setz aus Regens- bürg übernahm. Die Einstufung der Jakobskirche als Einzeldenkmal von nationaler Bedeutung eröffnete Ressourcen aus dem Entschädi­gungsfonds, die zusammen mit der ungeheuren Spendenbereitschaft der Hahnbacher Bürger und Firmen das Projekt finanzierten. Am Beginn stand eine grundlegende Außensanierung zur Substanzsi­cherung, gefolgt von einer behutsamen Restaurierung des Innenrau­mes, auf der Basis der Farbfassung von 1711. Einen weiteren Schwer­punkt bildete die zeitgemäße Neugestaltung des Altarraumes, die der Künstler Herbert Lankl (geb. 1962) durchführte. Ein feierliches Pon­tifikalamt durch den Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller beschloss am 12. Dezember 2010 die Baumaßnahmen.
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