Mimbach, Getreidekasten mit angebauter Kapelle (Pi…
Neukirchen, Peter und Paul (PiP) (ev.)
Neukirchen, Peter und Paul (PiP)
Sulzbach-Rosenberg, Friedhofskirche St. Georg
Sulzbach-Rosenberg, Klosterkirche St. Hedwig
Sulzbach-Rosenberg, Pfarrkirche St. Marien (PiP)
Hallo! Fehlgeleitete Fangemeinde! (HFF!)
Hungry Fence Friday! (HFF)
Grafenricht, Kapelle
Hirschbach
Nabburg, Kreuzweg (PiP)
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Stulln, St. Barbara (PiP)
Stulln, St. Stephanus (PiP)
Wolfring (PiP)
Maria Brünnl (Heilige Dreifaltigkeit) (PiP)
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Sulzbach-Rosenberg, St. Anna (PiP)
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Schönlind
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Kümmersbuch, Dorfkapelle St. Maria
Großschönbrunn, St. Johannes Baptist (PiP)
Großschönbrunn, Kreuzwegkapelle (PiP)
Hahnbach/Frohnberg, Mariä Himmelfahrt
Frohnberg, Lourdes-Kapelle (PiP)
Edelsfeld, evangelische Kirche (PiP)
Buchberg, Kapelle (PiP)
Auerbach, St. Johannes der Täufer (PiP)
Wintersburg
Schlicht, Hl. Nepomuk (PiP)
1/180 • f/6.7 • 23.1 mm • ISO 100 •
PENTAX K200D
smc PENTAX-DA 18-55mm F3.5-5.6 AL II
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Kirchenreinbach, St. Ulrich (ev.) (PiP)


Die St. Ulrichskirche
Das Ortsbild von Kirchenreinbach prägt ein weiteres historisches Gebäude, das Gotteshaus St. Ulrich. Pfarrer Tobias Braun ließ keinen Zweifel aufkommen, dass das „Runbach“ im Jahre 1009 in der Schenkungsurkunde Heinrich II. bereits Kirchdorf war.
KircheMit hoher Wahrscheinlichkeit bildete Kirchenreinbach die Urpfarrei in der heutigen Gemeinde Etzelwang. Den Kirchenschutz garantierten zunächst die Herren auf Hauseck als bambergische Lehensträger. Nach ihnen traten die Herren auf Neidstein als Vögte auf. Nach dem Aussterben der Neidsteiner fiel den Schenken von Reicheneck diese Aufgabe zu. Die Besetzung mit Pfarrern erfolgte ursprünglich aus der Pfarrei Happurg. bevor das Recht in Neidstein, dann von Reicheneck (um 1472) und nach 1504 von der Reichsstadt Nürnberg beansprucht wurde. Die Wahrnehmung dieses Rechts führte sogar zu gerichtliche Streitigkeiten mit Nürnberg, die erst 1565 mit der Zusicherung endeten, dass den Herren von Brand auf Neidstein die Verantwortung über „Kirchweihschutz, Kirchenrechnung, Setzung der Gotteshauspfleger, Einsetzung des Pfarrers und Verspruch der Gotteshausuntertanen“ in Etzelwang und Kirchenreinbach zustehe. Ein halbes Jahrhundert vorher aber brach großes Ungemach über Kirchenreinbach herein.
Die ehrgeizigen Pläne von Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg-Ansbach, der sich den Aufbau eines Herzogtums Franken zum Ziel gesetzt hatte, kollidierten mit den Interessen der immer mehr an Bedeutung zunehmenden Reichsstadt Nürnberg. Diese Differenzen führten zum sogenannten 1. Markgräfler Krieg, der über die ländliche Bevölkerung unserer Region viel Schrecken brachte. Am 15. Juni 1450 zog eine starke Abteilung Nürnberger Kriegsvolk bis nach Sulzbach. Die Soldaten raubten mehr als 40 Dörfer aus und setzten sie in Brand. Kirchenreinbach zählte zu einem dieser Dörfer. Damals fiel auch die St. Ulrichskirche dem Feuer zum Opfer. Bis zu ihrem Wiederaufbau besuchten die Christen das Etzelwanger Gotteshaus, das dadurch an Bedeutung gewann und später die Führungsrolle in der Pfarrei übernahm. Ein Nürnberger Salbuch aus dem Jahr 1544 nannte neben den Ortschaften der heutigen Gemeinde Etzelwang auch Holnstein, Habres, Bernricht, Buchhof, Erkelsdorf, Ermhof, Högen, Haunritz, Weigendorf und Breitental zur Kirchenreinbacher Pfarrkirche gehörend.
Die Reformation durch Dr. Martin Luther bewirkte einschneidende Veränderungen. Pfalzgraf Ottheinrich befahl im Jahr 1542 die reine biblische Lehr von Christus, dem einzigen Heiland, zu verkünden und die Feier des Abendmahls mit Brot und Wein. Damit faßte die lutherische Glaubensform in unserer Region Fuß. Rund 80 Jahre später lief mit der Gegenreformation eine teilweise mit Gewalt betriebene Wiedereinführung des katholischen Glaubens.
Eine Lösung des Konflikts fand Pfalzgraf Christian August 1652 mit dem Kölner Vergleich, der im Sulzbacher Land beiden Konfessionen nebeneinander die Religionsausübung ermöglichte.
Demnach sollten Lutheraner und Katholiken die Kirchen gemeinsam nutzen, Vermögen, Erträge sowie Kosten je zur Hälfte übernehmen. Diese Regelung barg immer wieder Anlaß für Zwistigkeiten zwischen den Konfessionen. Wie Dr. Fritz Aschka darstellte, führte das Simultaneum auch zu baulichen Veränderungen an den Gotteshäusern. Weil jede Konfession auf einer eigenen Eingangstür bestand, haben eine Reihe von Kirchen, darunter auch Kirchenreinbach, zwei Eingänge in das Gotteshaus. In St. Ulrich besteht das Simultaneum noch heute.
Nach dem Wiederaufbau der St. Ulrichskirche zeichneten sich 1718 die Notwendigkeit einer Erweiterung ab. Wahrscheinlich erfuhr das Gotteshaus damals den Anbau des Chorraums. Die Jahreszahl 1721 über dem Aufgang zur Herrenempore dürfte sich auf die Ergänzung um dieses Oratorium beziehen. Eine weitere Baumaßnahme erfolgte 1754.
Im Innern des Gotteshaus dominiert der Hochaltar aus der Zeit um 1850. Er zeigt den Erlöser am Kreuz. Zwei Holzfiguren, die etwa um 1515 entstanden sein dürften, halten die Erinnerung wach an St. Ulrich, in Blickrichtung zum Altar links, und St. Stephan (rechts). Mit dem Kirchenpatron St. Ulrich würdigen die Christen den Augsburger Bischof, der neben seiner christlichen Nächstenliebe und Opferbereitschaft zum Wohle armer Mitmenschen vor allem auch mit seinem mutigen Einschreiten gegen die Ungarneinfälle bis 955 einen großen Beitrag zur Beendigung dieser Gefahr geleistet hat. Er ist im Bischofsornat dargestellt und hält in einer Hand die Heilige Schrift, auf der ein Fisch liegt. Diese Darstellung soll an die Legende um St. Ulrich erinnern, der einmal an einem Freitag nicht an das Fastengebot dachte und Fleisch essen wollte. Damit er sich nicht versündige, verwandelte sich das Fleisch in einen Fisch.
An der südlichen Altarseite steht die Figur des Heiligen Stephan, der als erster Märtyrer sein Leben für den Glauben an Jesus Christus lassen mute. Weil er um 40 n. Chr. den Tod durch Steinigung fand, zeigt ihn die künstlerische Darstellung mit einem Stein auf der Heiligen Schrift in seinen Händen.
Die Kanzel dürfte älter sein als der Altar. Die kunstvolle Einfassung der Herrenempore, sie wurde 1955 durch die Gemeinde Kirchenreinbach stilvoll renoviert, ist gekrönt mit dem Wappen der Familie Mühlholz (Schild in den Farben Schwarz und Rot mit einer vergoldeten Lilie) und der Familie Furtenbach auf Reichenschwand (zwei Schwäne in blauen und goldenen Feldern). Die Furtenbach waren mit den Mühlholz durch Heirat verbunden. Auf der dem Altar gegenüberliegenden Seite umgeben zwei Emporen die klassizistische Orgel aus dem Jahr 1827.
Für den Erhalt des historischen Gotteshauses wurden immer wieder Ausbesserungsarbeiten notwendig. Renovierungsmaßnahmen sind aus dem Jahr 1872 belegt. Eine Sanierung des Kirchenschiffes erfolgte 1974/76. Heute präsentiert sich St. Ulrich in einer gepflegten Form nach einer Generalüberholung im Jahr 1997 im Inneren und 2002 im Außenbereich.
Text: Leonhard Ehras - www.uweschmid.de/ramba/html/kirche.html
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Das Ortsbild von Kirchenreinbach prägt ein weiteres historisches Gebäude, das Gotteshaus St. Ulrich. Pfarrer Tobias Braun ließ keinen Zweifel aufkommen, dass das „Runbach“ im Jahre 1009 in der Schenkungsurkunde Heinrich II. bereits Kirchdorf war.
KircheMit hoher Wahrscheinlichkeit bildete Kirchenreinbach die Urpfarrei in der heutigen Gemeinde Etzelwang. Den Kirchenschutz garantierten zunächst die Herren auf Hauseck als bambergische Lehensträger. Nach ihnen traten die Herren auf Neidstein als Vögte auf. Nach dem Aussterben der Neidsteiner fiel den Schenken von Reicheneck diese Aufgabe zu. Die Besetzung mit Pfarrern erfolgte ursprünglich aus der Pfarrei Happurg. bevor das Recht in Neidstein, dann von Reicheneck (um 1472) und nach 1504 von der Reichsstadt Nürnberg beansprucht wurde. Die Wahrnehmung dieses Rechts führte sogar zu gerichtliche Streitigkeiten mit Nürnberg, die erst 1565 mit der Zusicherung endeten, dass den Herren von Brand auf Neidstein die Verantwortung über „Kirchweihschutz, Kirchenrechnung, Setzung der Gotteshauspfleger, Einsetzung des Pfarrers und Verspruch der Gotteshausuntertanen“ in Etzelwang und Kirchenreinbach zustehe. Ein halbes Jahrhundert vorher aber brach großes Ungemach über Kirchenreinbach herein.
Die ehrgeizigen Pläne von Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg-Ansbach, der sich den Aufbau eines Herzogtums Franken zum Ziel gesetzt hatte, kollidierten mit den Interessen der immer mehr an Bedeutung zunehmenden Reichsstadt Nürnberg. Diese Differenzen führten zum sogenannten 1. Markgräfler Krieg, der über die ländliche Bevölkerung unserer Region viel Schrecken brachte. Am 15. Juni 1450 zog eine starke Abteilung Nürnberger Kriegsvolk bis nach Sulzbach. Die Soldaten raubten mehr als 40 Dörfer aus und setzten sie in Brand. Kirchenreinbach zählte zu einem dieser Dörfer. Damals fiel auch die St. Ulrichskirche dem Feuer zum Opfer. Bis zu ihrem Wiederaufbau besuchten die Christen das Etzelwanger Gotteshaus, das dadurch an Bedeutung gewann und später die Führungsrolle in der Pfarrei übernahm. Ein Nürnberger Salbuch aus dem Jahr 1544 nannte neben den Ortschaften der heutigen Gemeinde Etzelwang auch Holnstein, Habres, Bernricht, Buchhof, Erkelsdorf, Ermhof, Högen, Haunritz, Weigendorf und Breitental zur Kirchenreinbacher Pfarrkirche gehörend.
Die Reformation durch Dr. Martin Luther bewirkte einschneidende Veränderungen. Pfalzgraf Ottheinrich befahl im Jahr 1542 die reine biblische Lehr von Christus, dem einzigen Heiland, zu verkünden und die Feier des Abendmahls mit Brot und Wein. Damit faßte die lutherische Glaubensform in unserer Region Fuß. Rund 80 Jahre später lief mit der Gegenreformation eine teilweise mit Gewalt betriebene Wiedereinführung des katholischen Glaubens.
Eine Lösung des Konflikts fand Pfalzgraf Christian August 1652 mit dem Kölner Vergleich, der im Sulzbacher Land beiden Konfessionen nebeneinander die Religionsausübung ermöglichte.
Demnach sollten Lutheraner und Katholiken die Kirchen gemeinsam nutzen, Vermögen, Erträge sowie Kosten je zur Hälfte übernehmen. Diese Regelung barg immer wieder Anlaß für Zwistigkeiten zwischen den Konfessionen. Wie Dr. Fritz Aschka darstellte, führte das Simultaneum auch zu baulichen Veränderungen an den Gotteshäusern. Weil jede Konfession auf einer eigenen Eingangstür bestand, haben eine Reihe von Kirchen, darunter auch Kirchenreinbach, zwei Eingänge in das Gotteshaus. In St. Ulrich besteht das Simultaneum noch heute.
Nach dem Wiederaufbau der St. Ulrichskirche zeichneten sich 1718 die Notwendigkeit einer Erweiterung ab. Wahrscheinlich erfuhr das Gotteshaus damals den Anbau des Chorraums. Die Jahreszahl 1721 über dem Aufgang zur Herrenempore dürfte sich auf die Ergänzung um dieses Oratorium beziehen. Eine weitere Baumaßnahme erfolgte 1754.
Im Innern des Gotteshaus dominiert der Hochaltar aus der Zeit um 1850. Er zeigt den Erlöser am Kreuz. Zwei Holzfiguren, die etwa um 1515 entstanden sein dürften, halten die Erinnerung wach an St. Ulrich, in Blickrichtung zum Altar links, und St. Stephan (rechts). Mit dem Kirchenpatron St. Ulrich würdigen die Christen den Augsburger Bischof, der neben seiner christlichen Nächstenliebe und Opferbereitschaft zum Wohle armer Mitmenschen vor allem auch mit seinem mutigen Einschreiten gegen die Ungarneinfälle bis 955 einen großen Beitrag zur Beendigung dieser Gefahr geleistet hat. Er ist im Bischofsornat dargestellt und hält in einer Hand die Heilige Schrift, auf der ein Fisch liegt. Diese Darstellung soll an die Legende um St. Ulrich erinnern, der einmal an einem Freitag nicht an das Fastengebot dachte und Fleisch essen wollte. Damit er sich nicht versündige, verwandelte sich das Fleisch in einen Fisch.
An der südlichen Altarseite steht die Figur des Heiligen Stephan, der als erster Märtyrer sein Leben für den Glauben an Jesus Christus lassen mute. Weil er um 40 n. Chr. den Tod durch Steinigung fand, zeigt ihn die künstlerische Darstellung mit einem Stein auf der Heiligen Schrift in seinen Händen.
Die Kanzel dürfte älter sein als der Altar. Die kunstvolle Einfassung der Herrenempore, sie wurde 1955 durch die Gemeinde Kirchenreinbach stilvoll renoviert, ist gekrönt mit dem Wappen der Familie Mühlholz (Schild in den Farben Schwarz und Rot mit einer vergoldeten Lilie) und der Familie Furtenbach auf Reichenschwand (zwei Schwäne in blauen und goldenen Feldern). Die Furtenbach waren mit den Mühlholz durch Heirat verbunden. Auf der dem Altar gegenüberliegenden Seite umgeben zwei Emporen die klassizistische Orgel aus dem Jahr 1827.
Für den Erhalt des historischen Gotteshauses wurden immer wieder Ausbesserungsarbeiten notwendig. Renovierungsmaßnahmen sind aus dem Jahr 1872 belegt. Eine Sanierung des Kirchenschiffes erfolgte 1974/76. Heute präsentiert sich St. Ulrich in einer gepflegten Form nach einer Generalüberholung im Jahr 1997 im Inneren und 2002 im Außenbereich.
Text: Leonhard Ehras - www.uweschmid.de/ramba/html/kirche.html
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