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Bruneck, Altstadt


Die Stadtgasse liegt im historischen Zentrum der Südtiroler Stadt Bruneck. Sie war lange Zeit die einzige Straße der Stadt, was ihren Namen erklärt; eine große Anzahl von Gebäuden entlang der Stadtgasse steht unter Denkmalschutz. Sie führt in einem weiten Halbkreis um den Schlossberg herum und wird an beiden Enden von Stadttoren begrenzt.
Um 1250 wurde die Gasse zeitgleich mit der Burg angelegt. Sie lehnte sich in ihrem Verlauf an die alte Fernverkehrsstraße von Augsburg nach Venedig an. Inwieweit diese auch auf eine durch das Pustertal verlaufende Römerstraße zurückgeht, ist in der Forschung umstritten. Jedenfalls wurde die Stadtgasse gegen Westen zu relativ breit angelegt, während der östliche Teil aufgrund des nahe an den Schlossberg heranreichenden Flusslaufs der Rienz schmal ist. Im Gegensatz zu anderen Südtiroler Städten besitzt die Stadtgasse keine Lauben.
1336 wurde unter dem Brixener Bischof Albert I. von Enn die Stadtmauer vollendet, die die Stadtgasse durch ihre Tore begrenzte. Es gab ungefähr 90 Häuser an dieser Straße; die einzelnen Stadtviertel verliefen mit Ausnahme von Ragen alle entlang der Stadtgasse: eines an der Schlossbergseite vom Ragentor bis zum ehemaligen Gerichtsgebäude (heute das Meusburgerhaus), das zweite von dort bis zum Ursulinentor, das dritte an der Rienzseite vom Ursulinentor bis zum Florianitor, und das vierte von dort bis zum Ragentor. Diese Stadtteile wurden durch sogenannte Viertelmeister verwaltet, die vom Stadtrat bestellt wurden.
Der gesamte Verkehr durch das Pustertal führte mithin durch Bruneck und durch die Stadtgasse. Waren wurden hier verzollt und am Ballplatz, der sich auf dem Areal des späteren Ursulinenklosters befand, zeitweilig gelagert. 1723 wurden die Gebäude an der Stadtgasse durch einen schweren Stadtbrand stark in Mitleidenschaft gezogen.
Erst Mitte des 19. Jahrhunderts verlagerte sich der Durchzugsverkehr von der Stadtgasse auf den mittlerweile zugeschütteten Graben nördlich der Stadtmauer.
de.wikipedia.org/wiki/Stadtgasse_(Bruneck)
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Um 1250 wurde die Gasse zeitgleich mit der Burg angelegt. Sie lehnte sich in ihrem Verlauf an die alte Fernverkehrsstraße von Augsburg nach Venedig an. Inwieweit diese auch auf eine durch das Pustertal verlaufende Römerstraße zurückgeht, ist in der Forschung umstritten. Jedenfalls wurde die Stadtgasse gegen Westen zu relativ breit angelegt, während der östliche Teil aufgrund des nahe an den Schlossberg heranreichenden Flusslaufs der Rienz schmal ist. Im Gegensatz zu anderen Südtiroler Städten besitzt die Stadtgasse keine Lauben.
1336 wurde unter dem Brixener Bischof Albert I. von Enn die Stadtmauer vollendet, die die Stadtgasse durch ihre Tore begrenzte. Es gab ungefähr 90 Häuser an dieser Straße; die einzelnen Stadtviertel verliefen mit Ausnahme von Ragen alle entlang der Stadtgasse: eines an der Schlossbergseite vom Ragentor bis zum ehemaligen Gerichtsgebäude (heute das Meusburgerhaus), das zweite von dort bis zum Ursulinentor, das dritte an der Rienzseite vom Ursulinentor bis zum Florianitor, und das vierte von dort bis zum Ragentor. Diese Stadtteile wurden durch sogenannte Viertelmeister verwaltet, die vom Stadtrat bestellt wurden.
Der gesamte Verkehr durch das Pustertal führte mithin durch Bruneck und durch die Stadtgasse. Waren wurden hier verzollt und am Ballplatz, der sich auf dem Areal des späteren Ursulinenklosters befand, zeitweilig gelagert. 1723 wurden die Gebäude an der Stadtgasse durch einen schweren Stadtbrand stark in Mitleidenschaft gezogen.
Erst Mitte des 19. Jahrhunderts verlagerte sich der Durchzugsverkehr von der Stadtgasse auf den mittlerweile zugeschütteten Graben nördlich der Stadtmauer.
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