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Schnabelschuhe


Nomaden Schnabelschuhe aus Leder
Vorbilder der beschriebenen Schnabelschuhe sind schon im 2. Jahrtausend v. Chr. auf Abbildungen hethitischer Götter und Könige zu sehen. In der Forschung werden sie ebenfalls als Schnabelschuhe bezeichnet.
Bevor die berühmtberüchtigten Schnabelschuhe ihren Siegeszug in England, Frankreich und später auch in Mitteleuropa antraten, waren sie bereits im Orient en vogue. Funde aus der Herrschaft Königs Sargon im Tal des Indus belegen nicht nur die Existenz einer indischen Hochkultur mit Verbindung zu den Sumerern, sondern auch das Brauchtum der hochgebogenen Schuhe und zwar zwei Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung. So berichtet bereits Valmiki, der Verfasser des berühmten Sanskrit-Epos’ Ramayana, von eben jenen hoch gebogenen Schuhen, den Pigaches. Diese im vorderen Schuhbereich spitz zulaufenden Schuhe gelten heute als Vorreiter unserer bekannten Schnabelschuhe.
Gebogene Schuhe sprechen Recht
Auch in Mesopotamien und frühen Indien waren die ungewöhnlichen Halbschuhe mit ihrer gekrümmten Spitze ausschließlich dem König vorbehalten. So soll beispielsweise König Rama – eine Inkarnation der wichtigsten Formen des Göttlichen im Hinduismus – jene spitzen Schuhe aus echtem Gold getragen haben, bevor er in die Verbannung geschickt wurde. Denn kurze Zeit nach seiner Vermählung – so berichtet Valmiki – musste Rama ein Versprechen einlösen, das sein Vater einst seiner Ehefrau gegeben hatte, und für vierzehn Jahre als Asket im Wald leben. Während seiner Abwesenheit ließ sich Rama zwar durch seinen Bruder vertreten, doch behielten bei allen königlichen Entscheidungen seine goldenen Schuhe das letzte Wort.
Ramas Bruder pflegte jegliche Beschlüsse vor den Schuhen des Verbannten zu verkünden, um an dessen allgegenwärtige Präsenz zu erinnern. In einem überlieferten Märchen findet sich eine Interpretation für diesen ungewöhnlichen Brauch: Der Erzählung nach verharrten jene goldenen Schuhe bewegungslos, wenn der Bruder gerechte Beschlüsse verlas, wohingegen sie sich im Falle von gesetzeswidrigen Erlässen jäh aufrichteten. Nach Ramas Rückkehr fanden die hoch gebogenen Schuhspitzen allmählich auch Zugang in die Schuhmode der einfachen Bevölkerung und sind heute ein fester Bestandteil der indischen Fußbekleidung.
Im Allgemeinen eher für ihre Vorliebe zum Barfußlaufen bekannt, verwendeten die Inder für jene Lederpantoffeln mit den hochgebogenen Schuhspitzen je nach Region unterschiedliche Materialien für das Schuhwerk, oftmals blieb die Ferse offen: In Nordindien wurden allein die Stiefel der Könige und ruhmreichen Krieger – und im Übrigen auch der Reitknechte – aus Leder gefertigt. Korbflechter stellten ihre Schuhe dagegen aus Schilfrohr und Dattelpalmenblättern her. Das Leder stammte von Ochsen, Schafen oder Widdern, allein die Verwendung von Rinderhäuten verbot der hinduistische Glauben.
Selbstverständlich spiegelte sich die indische Vorliebe für reichhaltige Verzierung auch in der spitz zulaufenden Fußbekleidung wider, die häufig mit Skorpionschwänzen, Widderhörnern oder auch Pfauenfedern verziert wurden. Auch Lotusblüten waren auf dem indischen Schuhwerk keine Seltenheit. Mit den Kreuzfahrern fanden die Pigaches schließlich ihren Weg auf das europäische Festland.
Die verbotene Frucht: der Schnabelschuh
Namentlich soll es der Ritter Robert le Cornu gewesen sein, welcher das extravagante Schuhwerk auch in mitteleuropäischen Kreisen einführte. Kamen anfangs allein Mitglieder des Adels in den Genuss der Schnabelschuhe, zeigte sich der neue Schuhtrend auch bald an bürgerlichen Füßen. Um sich optisch von ihren Untertanen abzugrenzen, erließen die Regenten kurzerhand eine Kleiderordnung, in der auch die Länge der Schuhspitze festgelegt wurde. Hierbei galt der Grundsatz: Je länger die Schuhe, desto höher der gesellschaftliche Rang: So trugen Ritter 1,5 Fuß, Fürsten 2 Fuß und Prinzen sogar stattliche 2,5 Fuß Schnabellänge vor sich her. Das gemeine Volk musste sich dagegen mit einem halben Fuß zufrieden geben, während Bürgern zumindest ein 1 Fuß zustand. Die heute allseits bekannte Redensart, er oder sie lebe auf großem Fuß, beruht übrigens auf eben jenen keilförmigen Halbschuhen. Den Höhepunkt erlebten die Schnabelschuhe im 14. und 15. Jahrhundert und wurden in der Regel mit Glöckchen oder anderem Zierrat geschmückt.
Von Königen verboten, mit Exkommunion angedroht, von Geistlichen verdammt, sorgten Schnabelschuhe im Verlauf ihrer wechselseitigen Geschichte für allerlei Aufregung. Das Ende der spitz zulaufenden Schuhe ist zugleich der Beginn einer neuen Schuhmode auf einer breiteren Leistenform.
journal.shoepassion.de/salon/schuhe-aus-aller-welt
s.a. www.die-bibel.de/ressourcen/wibilex/altes-testament/schuhwerk
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Vorbilder der beschriebenen Schnabelschuhe sind schon im 2. Jahrtausend v. Chr. auf Abbildungen hethitischer Götter und Könige zu sehen. In der Forschung werden sie ebenfalls als Schnabelschuhe bezeichnet.
Bevor die berühmtberüchtigten Schnabelschuhe ihren Siegeszug in England, Frankreich und später auch in Mitteleuropa antraten, waren sie bereits im Orient en vogue. Funde aus der Herrschaft Königs Sargon im Tal des Indus belegen nicht nur die Existenz einer indischen Hochkultur mit Verbindung zu den Sumerern, sondern auch das Brauchtum der hochgebogenen Schuhe und zwar zwei Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung. So berichtet bereits Valmiki, der Verfasser des berühmten Sanskrit-Epos’ Ramayana, von eben jenen hoch gebogenen Schuhen, den Pigaches. Diese im vorderen Schuhbereich spitz zulaufenden Schuhe gelten heute als Vorreiter unserer bekannten Schnabelschuhe.
Gebogene Schuhe sprechen Recht
Auch in Mesopotamien und frühen Indien waren die ungewöhnlichen Halbschuhe mit ihrer gekrümmten Spitze ausschließlich dem König vorbehalten. So soll beispielsweise König Rama – eine Inkarnation der wichtigsten Formen des Göttlichen im Hinduismus – jene spitzen Schuhe aus echtem Gold getragen haben, bevor er in die Verbannung geschickt wurde. Denn kurze Zeit nach seiner Vermählung – so berichtet Valmiki – musste Rama ein Versprechen einlösen, das sein Vater einst seiner Ehefrau gegeben hatte, und für vierzehn Jahre als Asket im Wald leben. Während seiner Abwesenheit ließ sich Rama zwar durch seinen Bruder vertreten, doch behielten bei allen königlichen Entscheidungen seine goldenen Schuhe das letzte Wort.
Ramas Bruder pflegte jegliche Beschlüsse vor den Schuhen des Verbannten zu verkünden, um an dessen allgegenwärtige Präsenz zu erinnern. In einem überlieferten Märchen findet sich eine Interpretation für diesen ungewöhnlichen Brauch: Der Erzählung nach verharrten jene goldenen Schuhe bewegungslos, wenn der Bruder gerechte Beschlüsse verlas, wohingegen sie sich im Falle von gesetzeswidrigen Erlässen jäh aufrichteten. Nach Ramas Rückkehr fanden die hoch gebogenen Schuhspitzen allmählich auch Zugang in die Schuhmode der einfachen Bevölkerung und sind heute ein fester Bestandteil der indischen Fußbekleidung.
Im Allgemeinen eher für ihre Vorliebe zum Barfußlaufen bekannt, verwendeten die Inder für jene Lederpantoffeln mit den hochgebogenen Schuhspitzen je nach Region unterschiedliche Materialien für das Schuhwerk, oftmals blieb die Ferse offen: In Nordindien wurden allein die Stiefel der Könige und ruhmreichen Krieger – und im Übrigen auch der Reitknechte – aus Leder gefertigt. Korbflechter stellten ihre Schuhe dagegen aus Schilfrohr und Dattelpalmenblättern her. Das Leder stammte von Ochsen, Schafen oder Widdern, allein die Verwendung von Rinderhäuten verbot der hinduistische Glauben.
Selbstverständlich spiegelte sich die indische Vorliebe für reichhaltige Verzierung auch in der spitz zulaufenden Fußbekleidung wider, die häufig mit Skorpionschwänzen, Widderhörnern oder auch Pfauenfedern verziert wurden. Auch Lotusblüten waren auf dem indischen Schuhwerk keine Seltenheit. Mit den Kreuzfahrern fanden die Pigaches schließlich ihren Weg auf das europäische Festland.
Die verbotene Frucht: der Schnabelschuh
Namentlich soll es der Ritter Robert le Cornu gewesen sein, welcher das extravagante Schuhwerk auch in mitteleuropäischen Kreisen einführte. Kamen anfangs allein Mitglieder des Adels in den Genuss der Schnabelschuhe, zeigte sich der neue Schuhtrend auch bald an bürgerlichen Füßen. Um sich optisch von ihren Untertanen abzugrenzen, erließen die Regenten kurzerhand eine Kleiderordnung, in der auch die Länge der Schuhspitze festgelegt wurde. Hierbei galt der Grundsatz: Je länger die Schuhe, desto höher der gesellschaftliche Rang: So trugen Ritter 1,5 Fuß, Fürsten 2 Fuß und Prinzen sogar stattliche 2,5 Fuß Schnabellänge vor sich her. Das gemeine Volk musste sich dagegen mit einem halben Fuß zufrieden geben, während Bürgern zumindest ein 1 Fuß zustand. Die heute allseits bekannte Redensart, er oder sie lebe auf großem Fuß, beruht übrigens auf eben jenen keilförmigen Halbschuhen. Den Höhepunkt erlebten die Schnabelschuhe im 14. und 15. Jahrhundert und wurden in der Regel mit Glöckchen oder anderem Zierrat geschmückt.
Von Königen verboten, mit Exkommunion angedroht, von Geistlichen verdammt, sorgten Schnabelschuhe im Verlauf ihrer wechselseitigen Geschichte für allerlei Aufregung. Das Ende der spitz zulaufenden Schuhe ist zugleich der Beginn einer neuen Schuhmode auf einer breiteren Leistenform.
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Étaient ce des fesses dures qui ont recourbé les chaussures ?
That is the question,, my dear...
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