Ulrich Dinges' photos with the keyword: Fürsten Franz von Anhalt-Dessau
Gleichnis vom Weinberg 1571, Kompositscheibe mit…
09 Jul 2014 |
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Linke Scheibe:: Gleichnis von den Arbeiten im Weinberg mit Wappen der Familie Saler
(Nur eine Winzerfamilie mit diesem Namen gab es in der kleinen Ortschft Volken in der Nähe von Eglisau am Rhein (im Züricher Weinland)..
Als Vorlage diente die damals in Frankfurt erschienene Bilderbibel "Icones novi testamenti" von Jost Amman. Daraus wurden im Oberlicht links der Sämann und rechts der schlafende Bauer entnommen.Leider verunstaltet ein Notblei das wichtigste Motiv: Der Winzer, der vor der Säule am Tisch sitzt und den Lohn auszahlt. Die Arbeit wurde wahrscheinlich in einer Schaffhauser Glasmalerschule geschaffen.
Die Reisegesellschaft mit Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau aus Wörlitz nahm am 3. November 1783 in Eglisau am Rhein auf ihrer Rückreise das Mittagessen ein, verbrachte den Nachmittag am Rheinfall und übernachtete in Schaffhausen. Laveter hatte den Fürsten bis hierhin begleitet, und es ist gut möglich, das dem kunstsinnigen Pfarrer, wie auch seinem deutschen Gast, in dieser Gegend die Glasmalerei mit den seltenen Darstellungen aus den Gleichnissen Jesu sofort ins Auge stachen.
Technik:" reiche Farbpalette in der Architektur mit ausschließt in den Grünen und roten Überfanggläsern. Blaue, gelbe, grüne, rosafarbene und weiße Hüttengläser, nuancenreich mit Silbergelb bemalt. Das Mittelbild ist neutralem Glas mit blauer und grüner Schmelzfarbe, starke Anwendung von silbergelb, Kontorierugen in Schwarzlot.".
Rechte Scheibe: Techniken Kompositscheibe: mit Anbetung der Heiligen drei Könige
Mittelbild mit weißen Hüttengläsern bemalt mit Schwarz-, Braunlot-,Silbergelb und blauer Schmelzfarbe. Darin eingesetzt zwei rote Überfanggläser mit Ausschliff und ein rosafarbenes Hüttenglas. Architekturteile aus blauen, mit silbergelb bemalten Hüttengläsern, Oberbilder in Grisaillemalerei. Zwischen den Fragmenten neutrale und farbige Tongläser.
Frei nach: die Glasgemälde im gotischen Haus zu Wörlitz Seite 453 links und Seite 457 rechts
Wörlitz: gotisches Haus im Gartenreich
06 Jun 2011 |
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Obwohl das Gartenreich etliche Brücken besitzt, sind einige Inseln dieses über 100 ha großen Gartenareals nur auf dem Wasserweg zu erreichen. So haben wir bei unserem Besuch mit zwei kleinen Fähren übergesetzt; und zuvor alte auch exotische Bäume auf der Roseninsel und der Insel "Neumarkts Garten" angesehen. Hier in Wörlitz ist eine Erlebnislandschaft die von der Unesco als Weltkulturerbe eingetragen ist. Auf einer Rasenfläche um das gotische Haus laufen Pfauen frei herum denn das Gartenreich ist durchzogen von Kanälen und so bildet das Wasser auch hier eine der vielen Blickschneisen, Seeansichten und wohlgestalteten Inseln.
Das heutige „gotische Haus“ wurde ursprünglich als Gärtnerwohnung für Herrn Schoch errichtet, und diente bald als Refugium, Museum und Studienstätte für den Fürsten Franz von Anhalt-Dessau der nach einer England Reise ab 1773 hier eines der ersten Bauten der Neogotik in Deutschland in Auftrag gab. Im Parterre (in der Collage betrifft das die untere Fensterreihe der Hausansicht) befindet sich bis heute diese privat genutzte Wohnung. Verschiedene Bilder niederländischer und italienischer Maler des 16. bis 18. Jahrhunderts hängen in der ersten Etage (die zu besichtigen ist) noch aus alter Zeit an den Wänden, dazu gibt es antike Plastiken oder Gefäße der Wedgwood-Manufaktur zu sehen. Fast alles, so auch das neugotische Mobiliar, sind an Ort und Stelle erhalten: Die Kommode rechts im Bild, mit einer Matratze in der untersten Schublade ausgestattet, zeigt den Sinn des Fürsten das Praktische mit dem Nützlichen zu vereinen.
In der Zeit des Barock geriet die Technik der Buntglas Gestaltungskunst fast in Vergessenheit. Der Fürst kaufte Glasgemälde des 15. bis 17. Jahrhunderts hauptsächlich aus der Schweiz auf (ich zeige hier nur wenige der vielleicht 100 antiken Farbglasmotive) und plazierte sie in den Fenstern dieses Gebäudes. Wie den Kopf des lachenden Bauern ( wahrscheinlich um 1580) als eines von 17 Glasminiaturen alleine im blauen Salon. Dadurch bahnte er sicherlich den Weg für die Renaissance der Glaskunst zur Zeit der Romantik.
Neben meiner Erinnerungsfetzen an eine wunderschöne Kunstlandschaft, die mir als Durchreisender längst vergangener Tage geblieben sind, war die Glaskunst hier für mich ein Grund im Raume Wittenberg Dessau ein verlängertes Wochenende zu verbringen, auch mit geliehenen Fahrrädern. Die Führungen durch das Gebäude dauern etwa 1 h; und die Besichtigungsgruppen müssen sich die aus anderen Schlössern allgemein bekannten großen Filzpantoffeln überziehen.
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