Ulrich Dinges' photos with the keyword: Geschichte

Gundelsheim: auf dem Weg hinauf zum Schloss Hornec…

06 Oct 2018 2 280
Im Dezember 1805 kam Gundelsheim durch die Verstaatlichung des Kirchen- bzw. Ordensbesitzes infolge der Napoleonischen Kriege und Angliederung kleinerer souveräner Herrschaften an größere Territorialherren, an das Königreich Württemberg. Die Medaille links oben an der Hauswand kennzeichnete das Haus als "neuen Besitz" des Königs.von Württemberg. Gehen wir diese Schloßstraße nach Schloss Horneck hinauf so kommen wir zum das verputzten Haus mit seinen überkragenden Geschossen und blauen Fensterläden..Das Gebäude war die Komturei (Buchführung und mehr) des Deutschordens. Durch den Deutschen Orden wurde die Burg Horneck nach dem Jahre 1250 kräftig ausgebaut und schließlich von 1438 bis 1525 neben der Marienburg und Riga dritter Hauptsitz des Deutschen Ordens..

Stade Altstadtstraße

29 Jan 2011 529
Blick auf die Pfarrkircch St.Wildadi dem esten Bremer Bischof Willehad (älteste Teile von 1132) Zitat aus Reclams Kunstführer Niedersachsen....S564spiegelberg wurde seit dem 10 Jh der Grafen von Stade; Ihre Burg auf dem "Spiegelberg" wurde im 13. Jahrhundert zerstört. 1145 erste Umwallung. 1236 fiel die Stadt dem Bremer Erzbischhof zu. der seinen Sitz am "Bischhofshof " hatte. Seit 1272 Münzrecht , 1279 schriftliche Festlegung der Stader Statuten. 1358 als Mitglied der Hanse genannt. 1522 Einführung der Reformation. Wirtschaftliche Blüte im 14. Jh. Im 30jährigen Krieg 1645 von Graf Königsmarck erobert. Im Westfälischen Frieden Schweden zugesprochen. .Stade wird Hauptstadt der Herzogtümer Bremen und Verden..Ausbau zur Landesfestung.1659 zerstört ein Brand 2/3 der Stadt. 1712 nach Belagerung dänisch. 1715 an Hannover verkauft 1803 von Franzosen besetzt 1813 durch die Russen erobert. 1814 an Hannover zurückgegeben, seit 1866 preussisch. 1885 Hauptstadt des Regierungsbezirks.

Blick in Richtung Osterode - Heinrich Heine

10 Jun 2009 2 596
Osterode ist Startpunkt des bekannten und gut ausgeschilderten Wanderweges Hexenstieg. Wir wandern, so wie es Heinrich Heine im Jahre 1824 auf dem gleichen Weg getan hat. Er beschreibt das was er auf unserem Weg bergauf in Richtung Clausthal Zellerfeld erlebt hat: "Nachdem ich eine Strecke gewandert, traf ich zusammen mit einem reisenden Handwerksburschen, der von Braunschweig kam und mir als ein dortiges Gerücht erzählte: Der junge Herzog sei auf dem Wege nach dem gelobten Land von den Türken gefangen worden und könne nur gegen ein großes Lösegeld freikommen. Die große Reise des Herzogs mag diese Sage veranlasst haben. Das Volk hat noch immer den traditionell fabelhaften Ideengang, der sich so lieblich ausspricht in seinem "Herzog Ernst". Der Erzähler jener Neuigkeit war ein Schneidergesell, ein niederer, kleiner junger Mensch, so dünn dass die Sterne durchschimmern konnten wie Ossians Nebelgeister und im Ganzen eine volkstümlich barocke Mischung von Laune und Wehmut. Dieses äußerte sich besonders in der drolligen rührenden Weise, womit er das wunderbare Volkslied sang: "Ein Käfer auf dem Zaune saß; summ, summ!" Das ist schön bei uns Deutschen; keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht" ----- Im Hintergrund sind die Felsen der Gipsabbaubetriebe im Sösetal im Westen von Osterode zu sehen. Vielleicht hat sich Heine genauso umgedreht wie ich als ich dieses Bild fotografiert habe.