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Touristenmagnet Kapellbrücke Luzern
Kapellbrücke in Luzern
06 Sep 2022 |
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Die Kapellbrücke ist eine mittelalterliche gedeckte Holzbrücke über die Reuss in Luzern (Schweiz). Sie gilt als ein Wahrzeichen und eine der bedeutendsten Touristenattraktionen der Stadt. In ihrer Mitte steht der Wasserturm.
Die Kapellbrücke ist die älteste und mit 202,90 Metern (inklusive Vordächer 204,70 Metern) die zweitlängste überdachte Holzbrücke Europas, nach der Holzbrücke Bad Säckingen–Stein AG (203,70 Meter, inklusive Vordächer 206,50 Meter). Sie wurde um 1365 als Wehrgang gebaut und verbindet die durch die Reuss getrennte Alt- und Neustadt (mindere Stadt). Ursprünglich war die Brücke länger; durch die Auffüllung des Ufers wurde ein etwa 75 Meter langes Stück um 1835 abgebrochen. Im Giebel der Brücke befanden sich (vor dem Brand 1993) 111 dreieckige Gemälde, die wichtige Szenen der Schweizer Geschichte darstellen.
Die Bilder der Kapellbrücke, der Spreuerbrücke und der Hofbrücke sind in dieser Verwendung einmalig. In keiner anderen Stadt Europas wurden gedeckte Holzbrücken mit dreieckigen Bildern ausgeschmückt.
Der Bau der Kapellbrücke ist vor dem Hintergrund der Stadtentwicklung und der Errichtung von Befestigungsanlagen zu sehen. Zwischen 1230 und 1270 wuchs die Grossstadt von der Landseite gegen das Wasser hin an und auch am linken Ufer der Reuss dehnte sich die Kleinstadt aus. In dieser Zeit entstand der Innere Befestigungsring der Grossstadt und auch in der Kleinstadt wurde der Innere Ring errichtet. Um die Stadtteile miteinander zu verbinden wurden Brücken gebaut. Bereits vor dem Bau der Kapellbrücke entstand ca. 1168 die an der engsten Stelle der Reuss gelegene Reussbrücke, eine zweite Brücke, die mit Holz gedeckte Hofbrücke, wurde zwischen 1252 und 1265 am rechten Seeufer zwischen dem Hofbezirk und der Grossstadt erstellt.
Während die Stadt durch ihre Wehrbauten von der Landseite her gesichert war, fehlte es an Schutz von der Seeseite und dem Reussufer her. Zunächst wurde deshalb um 1300 der Wasserturm errichtet. Wenige Jahrzehnte später – als wahrscheinlich gilt das Jahr 1332 – folgte der Bau einer zweiten mit Holz gedeckten Brücke, der Kapellbrücke, die eine Fortsetzung der Hofbrücke bildete. Darauf, dass die Kapellbrücke (wie die auch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts abgebrochene Hofbrücke) zur Verteidigung gegen potentielle Schiffsangriffe dienen sollte, weisen die seeseitig vorgelagerten «Schwirren» (Palisadenreihe), welche die Durchfahrt von Schiffen verhindern sollten. Auf den Wehrcharakter der Brücke weist auch die höher gebaute Brückenbrüstung gegen die Seeseite hin. So erfüllte die Kapellbrücke über Jahrhunderte hinweg eine Doppelfunktion als Wehrgang und Verbindung (Fussgängerbrücke) zwischen Kleinstadt und Hof, genauer zwischen dem rechtsufrigen (Peterskapelle) und linksufrigen Eckpunkt (Freienhof) der Stadtbefestigung.
Wikipedia
Der Wasserturm in Luzern, der steinerne Bruder der…
06 Sep 2022 |
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Im 13. Jahrhundert entsteht der Luzerner Wasserturm – fast hundert Jahre vor der benachbarten Kapellbrücke.
Er ist ein ordentlich massiver Bau.
Das Eine ist ohne das Andere nicht vorstellbar – Kapellbrücke und Wasserturm. Tatsächlich dürfte der Wasserturm aber fast hundert Jahre älter sein als die Holzbrücke. Beim Bau der Kapellbrücke in der Mitte des 14. Jahrhunderts stand der Wasserturm bereits. Mutmasslich wurde er bereits kurz nach 1262 unter der Herrschaft von Berthold von Steinbrunn gebaut, damals Abt des Elsässer Klosters Murbach und Stadtherr von Luzern. Der Abt demonstrierte der ungehorsamen Luzerner Bevölkerung mit dem grossen, massiven und in seiner Form ungewöhnlichen Bauwerk mitten in der Reuss seine Macht. Diese Hypothese – denn schriftliche Quellen oder archäologische Fakten zum Bau des Wasserturms sind schlicht nicht vorhanden – stellt der Luzerner Kunsthistoriker Heinz Horat und Buchautor auf.
Ein Zeichen der Herrschaft:
Berthold von Steinbrunn war ein ehrgeiziger, machtbewusster Kriegsherr und als Erbauer von Burgen und Stadtbefestigungen bekannt. So auch im Elsass, wo es mehrere Stadtschlösser mit achteckigem Grundriss – wie beim Wasserturm – gibt, quasi die nächsten Verwandten des Luzerner Wahrzeichens. Dies ist nur eines von mehreren Indizien, die auf den Murbacher Abt Berthold von Steinbrunn als Bauherrn des Wasserturms hindeuten. Der mächtige, wehrhafte Turm mitten im Fluss stellte ein Zeichen der Herrschaft dar. Als Wehrturm und damit Teil der Stadtbefestigung dürfte er kaum gedient haben.
Erst aus dem 14. Jahrhundert sind genaue Jahreszahlen bekannt: Dendrochronologische Messungen an Holzbalken im Obergaden und im Dachstuhl des Turms ergaben das Jahr 1339. Das Dach des Turmes dürfte indessen deutlich jünger sein als der gemauerte Turmschaft. Im Jahr 1367 wurde das Bauwerk in der Reuss erstmals schriftlich erwähnt. Der Name «Wasserturm» tauchte 1397 zum ersten Mal auf.
Achteckige Form ist eine Seltenheit:
Die Bauweise und die Ausmasse des Wasserturms tragen stark zu seiner imposanten und einzigartigen Erscheinung bei. Äusserst selten ist sein achteckiger Grundriss. Der gemauerte Schaft des Turms weist senkrechte Wände mit einer Höhe von rund 20 Metern und einen Umfang von zirka 39 Metern auf. Der Durchmesser beträgt mehr als elf Meter, und die Mauer ist bis zu drei Meter dick. Nach oben hin nimmt die Mauerstärke ab. Eine Wendeltreppe führt an der Seite des Turmeingangs bis in den hölzernen Obergaden. Dieser komplettiert zusammen mit dem achteckigen Pyramidendach den Wasserturm, der in seiner gesamten Pracht etwa 35 Meter hoch ist.
Quelle: Luzerner Wahrzeichen
Luzern mit dem Nadelwehr in der Reusss, im Hinterg…
04 Sep 2022 |
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Ein Nadelwehr ist eine Form eines Wehres und dient dazu, den Aufstau eines Fließgewässers zu schaffen, um entweder durch die entstehende Gefällestufe die potentielle Energie nutzbar zu machen (früher genutzt zum Antrieb von Mühlen) oder eine bestimmte Wassertiefe für die Schifffahrt oberhalb der Wehranlage zu erzeugen.
Das Nadelwehr verläuft diagonal oder quer zur Flussachse und muss den Flusslauf, im Gegensatz zum festen, gemauerten Wehr, nicht vollständig absperren. Es besteht aus einer Reihe von Nadeln genannten Stangen, die auf dem Grund des Flusses durch einen Anschlag an der Wehrsohle und oberhalb der Wasserlinie an einem Laufsteg des Wehrbocks durch den Wasserdruck festgehalten werden. Die Nadeln können aus unterschiedlichen Materialien bestehen, früher fast immer aus Rundhölzern, seltener aus Kanthölzern, heute aus Stahl- oder Aluminiumrohren. Die Durchflussmenge wird durch Wegnehmen oder Hinzufügen von einzelnen Nadeln reguliert.
Ein Beispiel für ein heute noch genutztes Nadelwehr findet sich in Luzern, wo der Seespiegel des Vierwaldstättersees mit einem Nadelwehr reguliert wird. Das Wasser der Reuss wird dabei oberhalb der Spreuerbrücke in ein modernes Turbinenkraftwerk geleitet. In Deutschland gibt es nur noch knapp zehn erhaltene Nadelwehre, u. a. in der Unteren Havel bei Grütz und bei Garz, an der Kahnschleuse Gahlberg, in der Spree bei Neubrück, in der Ilmenau bei Bardowick, Fahrenholz und Wittorf sowie in der Werra bei Hann. Münden.
Wikipedia
Spreuerbrücke in Luzern
03 Sep 2022 |
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Die Spreuerbrücke ist neben der Kapellbrücke und der im 19. Jahrhundert abgebrochenen Hofbrücke die dritte gedeckte Holzbrücke in der Stadt Luzern.
Eine erste Brücke verband seit dem 13. Jahrhundert den Mühlenplatz am rechten Reussufer mit den Mühlen in der Flussmitte. Die Fortsetzung zum linken Ufer (Pfistergasse = Bäckerviertel) wurde erst 1408 fertiggestellt. Nur von dieser untersten Brücke der Stadt durften im Mittelalter Spreu und Laub in die Reuss geschüttet werden.
Die Brücke wurde 1566 bei einem Hochwasser grösstenteils zerstört und danach wieder aufgebaut, zusammen mit einem Kornhaus als Brückenkopf (der sogenannte «Herrenkeller»).
In den Giebelfeldern der Spreuerbrücke befinden sich heute noch 45 von ursprünglich 67 bemalten Holztafeln mit einem einzigartigen Totentanz, ausgeführt in den Jahren 1626 bis 1632 unter der Leitung des Malers Kaspar Meglinger. Es ist der umfangreichste und zugleich der öffentlichste aller bekannten Totentänze. Die dreieckigen Bildtafeln zeigen in der Regel unten links die Wappen der Stifter und rechts die Frauenwappen der Stiftergeneration. Auf den schwarzen Holzrahmen stehen erläuternde Verse und die Namen der Stifter (Bildmenge). Auf den Bildern sind auch Portraits der Stifter und weiterer Vertreter der Luzerner Gesellschaft zu sehen. Die Luzerner Maler haben die Bilder des Todes von Hans Holbein d. J. gekannt und auch Anregungen daraus übernommen; aber ihre Darstellungen sind bereits fortschrittlicher in der Malweise. Bilder und Texte der Luzerner Totentafeln sollen deutlich machen, dass es keinen Ort in Stadt und Land und auf dem Meer gibt, wo nicht auch der Tod präsent ist. Die kleine Brückenkapelle «Maria auf der Reuss» ist der Muttergottes geweiht.
Wikipedia
Kapellbrücke über die Reuss in Luzern
29 Aug 2022 |
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Blick Reuss abwärts in richtung Emmenbrücke.
Im Vordergrund die Kapellbrücke, eines möglicherweiese am meisten Fotografierte Motive der Stadt Luzern.
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