Gahlensche Straße (Bochum-Hamme) / 14.01.2019
Seilfahrt (Bochum-Hamme) / 14.01.2019
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Seilfahrt (Bochum-Hamme) / 14.01.2019
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Glückauf-Siedlung (Bochum-Hamme) / 14.01.2019
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Erzbahntrasse (Bochum-Hamme) / 14.01.2019
Radweg Erzbahntrasse (Bochum-Hamme) / 14.01.2019
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Gahlensche Straße (Bochum-Hamme) / 14.01.2019


Der Gahlensche Kohlenweg war eine der ersten befestigten Straßen im mittleren Ruhrgebiet. Er führte auf einer Länge von knapp 40 km von den Stiepeler und Weitmarer Zechen im Bochumer Süden über Hamme nach Wanne-Eickel, überquerte die Emscher bei Crange und verlief weiter in Richtung Buer und Polsum, um hinter Dorsten am Lippehafen bei Gahlen zu enden. Auch wenn die Strecke nur kurze Zeit im Verlauf der 1770er Jahre ihre vorgesehene Funktion als Kohlentransportweg erfüllte und die beförderten Mengen zu keiner Zeit den erwarteten Umfang erreichten, bildete das ambitionierte Verkehrsprojekt einen wichtigen Grundstein für die spätere Verkehrserschließung der Region. Der Verlauf der Bundesstraße 224 und 226 entspricht in weiten Teilen der ursprünglichen Streckenführung, während ihre Namensgebung in Bochum als Dorstener Straße und in Dorsten als Bochumer Straße wie auch die der Bochumer Kohlenstraße an das Ursprungskonzept erinnern.
Ausschlaggebend für den Bau und die Streckenführung des Gahlenschen Kohlenwegs waren Spekte der Rohstoffversorgung, aber auch die territoriale Situation Preußens. Die westlichen Landesteile Grafschaft Mark und Herzogtum Kleve bildeten kein einheitliches Gebiet, sondern wurden durch das kurkölnische Vest Recklinghausen und das Fürstentum Essen voneinander getrennt. Angesichts des Mitte des 18. Jahrhunderts aufstrebenden Steinkohlenbergbaus im Bochumer Raum und des zunehmenden Brennstoffbedarfs im holzarmen Herzogtum Kleve lag es nun nahe, diesen durch eigene Ressourcen und nicht mehr durch Lieferungen aus den Nachbarterritorien wie dem Herzogtum Berg zu decken. Den Landtransport zwischen Mark und Kleve behinderten jedoch nicht nur die "ausländischen" Zölle und Wegegelder, sondern auch das unzureichende und weitmaschige Straßennetz im nördlichen Ruhrgebiet.
Vor diesem Hintergrund fand das 1765 von dem Blankensteiner Lehrer und späteren Berggeschworenen Johann Wilhelm Müser vorgestellte Projekt des privat finanzierten Gahlenschen Kohlenwegs bei den preußischen Behörden eine positive Resonanz. Der Staat errichtete daraufhin in Gahlen eine Kohlenniederlage und ein Lagergebäude, das "Kohlhaus". Außerdem stellte er über die märkische Bergkasse Kredite bereit und übertrug Müser den Transport als Generalunternehmer.
Von Beginn an zeigte sich jedoch, dass der um 1770 fertiggestellte Kohlenweg die Hoffnungen nicht erfüllen konnte. Ab 1780 erlitt das chronisch defizitäre Unternehmen mit der Einführung der Ruhrschiffahrt nach Witten einen dramatischen Bedeutungsverlust, und die Verbindung verfiel zusehends. Erst nach der Aufhebung der alten territorialen Grenzen 1815 wurden im Rahmen des preußischen Kunststraßenbaus weitere Befestigungsarbeiten eingeleitet. Zwischen 1849 und 1854 folgte schließlich der Ausbau zur Dorstener Chaussee. 2010 machte das Kulturhauptstadtprojekt "Kunststraße wird Straße der Kunst" den ehemaligen Kohlenweg anhand mehrerer Kunstwerke lokal wieder erkennbar.
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Ausschlaggebend für den Bau und die Streckenführung des Gahlenschen Kohlenwegs waren Spekte der Rohstoffversorgung, aber auch die territoriale Situation Preußens. Die westlichen Landesteile Grafschaft Mark und Herzogtum Kleve bildeten kein einheitliches Gebiet, sondern wurden durch das kurkölnische Vest Recklinghausen und das Fürstentum Essen voneinander getrennt. Angesichts des Mitte des 18. Jahrhunderts aufstrebenden Steinkohlenbergbaus im Bochumer Raum und des zunehmenden Brennstoffbedarfs im holzarmen Herzogtum Kleve lag es nun nahe, diesen durch eigene Ressourcen und nicht mehr durch Lieferungen aus den Nachbarterritorien wie dem Herzogtum Berg zu decken. Den Landtransport zwischen Mark und Kleve behinderten jedoch nicht nur die "ausländischen" Zölle und Wegegelder, sondern auch das unzureichende und weitmaschige Straßennetz im nördlichen Ruhrgebiet.
Vor diesem Hintergrund fand das 1765 von dem Blankensteiner Lehrer und späteren Berggeschworenen Johann Wilhelm Müser vorgestellte Projekt des privat finanzierten Gahlenschen Kohlenwegs bei den preußischen Behörden eine positive Resonanz. Der Staat errichtete daraufhin in Gahlen eine Kohlenniederlage und ein Lagergebäude, das "Kohlhaus". Außerdem stellte er über die märkische Bergkasse Kredite bereit und übertrug Müser den Transport als Generalunternehmer.
Von Beginn an zeigte sich jedoch, dass der um 1770 fertiggestellte Kohlenweg die Hoffnungen nicht erfüllen konnte. Ab 1780 erlitt das chronisch defizitäre Unternehmen mit der Einführung der Ruhrschiffahrt nach Witten einen dramatischen Bedeutungsverlust, und die Verbindung verfiel zusehends. Erst nach der Aufhebung der alten territorialen Grenzen 1815 wurden im Rahmen des preußischen Kunststraßenbaus weitere Befestigungsarbeiten eingeleitet. Zwischen 1849 und 1854 folgte schließlich der Ausbau zur Dorstener Chaussee. 2010 machte das Kulturhauptstadtprojekt "Kunststraße wird Straße der Kunst" den ehemaligen Kohlenweg anhand mehrerer Kunstwerke lokal wieder erkennbar.
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