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Dorsten-Holsterhausen / 4.02.2018
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Baldurstraße (Dorsten-Holsterhausen) / 4.02.2018
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Baldurstraße (Dorsten-Holsterhausen) / 4.02.2018
Baldurstraße (Dorsten-Holsterhausen) / 4.02.2018
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Die Lippe in Dorsten-Holsterhausen / 4.02.2018
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B224 Borkener Straße (Hervest-Dorsten) / 4.02.2018
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B224 Borkener Straße (Hervest-Dorsten) / 4.02.2018
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Blick auf die ehem. Kohlenwäsche der Zeche Baldur 1/2 (Dorsten-Holsterhausen) / 4.02.2018


Im Jahr 1900 begann die kurz zuvor gegründete Bohrgesellschaft Trier mit dem Abteufen einer Doppelschachtanlage nördlich der Lippe. Weil aber zuviel Schwimmsand in die Schächte einbrach und außerdem die finanziellen Mittel ausgingen, mussten die Arbeiten nach kurzer Zeit wieder eingestellt werden. 1906 startete man weiter östlich einen neuen Versuch, zwei Schächte abzuteufen. Um Wasser- und Schwimmsandeinbrüche unter Kontrolle halten zu können, setzte man bei den Teufarbeiten das neuartige Gefrierverfahren ein. Die Schachtanlage erhielt den Namen "Baldur", nach dem germanischen Sonnengott, und erreichte nach einigen Schwierigkeiten 1909 das Steinkohlengebirge bei etwa 560 m Tiefe.
1911 nahm die Zeche Baldur als erste Schachtanlage in Dorsten die Kohlenförderung auf. Bereits in diesem Jahr wurden knapp 5000 t zu Tage gebracht. Für die Bergleute errichtete die Gewerkschaft nördlich des Geländes ab 1913 eine Zechensiedlung, aus welche mit der Zeit der heutige Dorstener Stadtteil Holsterhausen entstand. Nach dem Ersten Weltkrieg vergrößert sich das Grubenfeld Baldur durch Erwerb weiterer Feldesteile auf insgesamt 9,6 km². 1920 kaufte der Köln-Neuessener Bergwerksverein die Anlage zur Erweiterung seiner Kohlenbasis und der sich schon damals abzeichnenden Nordwanderung des Bergbaus. In den folgenden Jahren kamen unter Tage verstärkt Maschinen zum Einsatz, außerdem wurden die Tagesanlagen erweitert.
Durch die Ruhrbesetzung 1923, bei der man nur Kohlen für den Eigenbedarf förderte, kam jedoch der Betrieb auf Baldur nicht mehr richtig in Fahrt. Zwar konnte die Zeche 1927 ihre höchste Jahresfördermenge mit über 536.000 t Kohle erreichen, dennoch führte die Weltwirtschaftskrise Ende der 20er Jahre zu anhaltenden Absatzproblemen. Daher wurde die Zeche Baldur 1930 zunächst von der Hoesch AG übernommen. Ein Jahr später wurde der Förderstandort Baldur stillgelegt und untertägig mit der benachbarten Zeche Fürst Leopold verbunden. Die Schächte 1 und 2 blieben weiterhin offen und wurden als Wetterschächte des Verbundbergwerks, das sich fortan "Fürst Leopold-Baldur" nannte, genutzt.
1954 wurde der Schacht Baldur 2 bis auf eine Tiefe von 668 m und 1972 schließlich ganz verfüllt. Der Schacht 1 hingegen wurde 1991 auf 1351 m tiefergeteuft, um nach dem acht Jahre zuvor erfolgtem Verbund mit der Zeche Wulfen eine bessere Wetterführung in den tiefsten Grubenbauen zu ermöglichen. 1998 ging der Schacht in das "Bergwerk Lippe" ein, das durch Zusammenschluss der Zechen Fürst Leopold, Wulfen und Westerholt entstand. Nach der Aufgabe des Förderstandortes Fürst Leopold wurde auch Schacht Baldur 1 im Jahr 2002 endgültig aufgegeben und verfüllt.
Heute ist von der Zeche Baldur die ehemalige Kohlenwäsche von 1926 erhalten geblieben. Das Gebäude wird bereits seit 1935 von der Firma Wilhelm Nagel GmbH & Co. KG als Getreidesilo genutzt.
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1911 nahm die Zeche Baldur als erste Schachtanlage in Dorsten die Kohlenförderung auf. Bereits in diesem Jahr wurden knapp 5000 t zu Tage gebracht. Für die Bergleute errichtete die Gewerkschaft nördlich des Geländes ab 1913 eine Zechensiedlung, aus welche mit der Zeit der heutige Dorstener Stadtteil Holsterhausen entstand. Nach dem Ersten Weltkrieg vergrößert sich das Grubenfeld Baldur durch Erwerb weiterer Feldesteile auf insgesamt 9,6 km². 1920 kaufte der Köln-Neuessener Bergwerksverein die Anlage zur Erweiterung seiner Kohlenbasis und der sich schon damals abzeichnenden Nordwanderung des Bergbaus. In den folgenden Jahren kamen unter Tage verstärkt Maschinen zum Einsatz, außerdem wurden die Tagesanlagen erweitert.
Durch die Ruhrbesetzung 1923, bei der man nur Kohlen für den Eigenbedarf förderte, kam jedoch der Betrieb auf Baldur nicht mehr richtig in Fahrt. Zwar konnte die Zeche 1927 ihre höchste Jahresfördermenge mit über 536.000 t Kohle erreichen, dennoch führte die Weltwirtschaftskrise Ende der 20er Jahre zu anhaltenden Absatzproblemen. Daher wurde die Zeche Baldur 1930 zunächst von der Hoesch AG übernommen. Ein Jahr später wurde der Förderstandort Baldur stillgelegt und untertägig mit der benachbarten Zeche Fürst Leopold verbunden. Die Schächte 1 und 2 blieben weiterhin offen und wurden als Wetterschächte des Verbundbergwerks, das sich fortan "Fürst Leopold-Baldur" nannte, genutzt.
1954 wurde der Schacht Baldur 2 bis auf eine Tiefe von 668 m und 1972 schließlich ganz verfüllt. Der Schacht 1 hingegen wurde 1991 auf 1351 m tiefergeteuft, um nach dem acht Jahre zuvor erfolgtem Verbund mit der Zeche Wulfen eine bessere Wetterführung in den tiefsten Grubenbauen zu ermöglichen. 1998 ging der Schacht in das "Bergwerk Lippe" ein, das durch Zusammenschluss der Zechen Fürst Leopold, Wulfen und Westerholt entstand. Nach der Aufgabe des Förderstandortes Fürst Leopold wurde auch Schacht Baldur 1 im Jahr 2002 endgültig aufgegeben und verfüllt.
Heute ist von der Zeche Baldur die ehemalige Kohlenwäsche von 1926 erhalten geblieben. Das Gebäude wird bereits seit 1935 von der Firma Wilhelm Nagel GmbH & Co. KG als Getreidesilo genutzt.
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