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Zeche Caroline II 1/2/3, ehemaliges Verwaltungsgebäude (Holzwickede) / 21.10.2017


Die Geschichte der Zeche Caroline begann im Jahr 1735, als östlich von Holz- wickede im Liedbachtal der Caroliner Erbstollen angesetzt wurde. Er diente überwiegend der Kohlenversorgung für die ein Jahr zuvor vom preußischen Staat gegründete Saline Königsborn bei Unna, denn schließlich lag der Grubenbetrieb damals am nähesten zu diesem Salzwerk. Der Erbstollen erreichte im Laufe der Jahre eine Länge von knapp 5200 m und zählt damit zu den längsten im Ruhrgebiet. Als Anfang der 1840er Jahre die Lagerstätten erschöpft waren, wurde der Stollenabbau zunächst eingestellt.
Nachdem 1849 die neuen Geviertfelder Caroline I-IV verliehen worden sind, ging die Zeche Caroliner Erbstollen im Jahr 1855 in eine Bergbau-Aktiengesellschaft über und änderte ihren Namen in "Caroline". Ein Jahr später wurde im Rahmen des Übergangs zum Tiefbau mit dem Weiterteufen eines tonnlägigen (schrägen) Versuchsschachtes begonnen, den man bereits 1846 an der heutigen Massener Straße bis unter die Caroliner Erbstollensohle angesetzt hatte, aber aufgrund eines Wasserstaus im Stollen aufgeben musste. Er erhielt die Bezeichnung "Schacht 1" und nahm kurze Zeit später nach der Fertigstellung eines zweiten tonnlägigen Förderschachtes seinen Betrieb auf (Schachtanlage Caroline I 1/2 ).
Ebenfalls im Jahr 1856 teufte die Zeche Caroline hier in Rausingen, direkt an der kürzlich eröffneten Bahnstrecke Dortmund–Soest, den seigeren (senkrechten) Schacht 3 ab. Dieser erreichte das Steinkohlengebirge in 16 m Tiefe, konnte aber wegen mehreren Verbrüchen, Wasserzuflüssen und aus wirtschaftlichen Gründen erst 1870 fertiggestellt werden. 1872 brachte der Schacht 3 die ersten Kohlen zu Tage; im gleichen Jahr wurde außerdem damit begonnen, die nördlich gelegene Zeche Vereinigte Norm (dessen Berechtsame bereits 1869 übernommen wurde) für die Förderung wiederherzurichten. Bis 1874 wurde der dazugehörige Schacht Norm, nun "Caroline 4" genannt, von 127 m auf 210 m tieferteteuft. 1875 kamen im Schacht 4 wieder Kohlen aus dem Feld Norm zu Tage, jedoch wurde die Förderung bereits nach wenigen Monaten erneut eingestellt. Grund hierfür waren Absatzschwierigkeiten wegen des fehlenden Bahnanschlusses zum Schacht 4 sowie Unbauwürdigkeit der Flöze im Nordfeld.
Nachdem 1876 die tonnlägigen Schächte 1 und 2 stillgelegt wurden, verlagerte die in eine bergrechtliche Gewerkschaft umgewandelte Gesellschaft den gesamten Bergwerksbetrieb auf den Schacht 3. 1880 wurde eine neue Kohlenwäsche und 1882 eine Brikettfabrik in Betrieb genommen, außerdem erhielt die Zeche östlich der heutigen Hamburger Allee einen neuen Wetterschacht. 1899 teufte man einen weiteren Luftschacht 100 m westlich vom Förderschacht 3 ab, und es konnte mit einem größzügigen Ausbau der Zeche sowie mit der Ausrichtung des Ostfeldes begonnen werden. 1904 wurde das alte Südfeld nach beendetem Abbau des sogenannten Sicherheitspfeilers abgedämmt und damit endgültig aufgegeben. Auch für den Schacht 4, der zuletzt nur noch der Bewetterung diente, kam das endgültige Aus; er ist um 1909 verfüllt worden. Das Baufeld Norm wurde aber 1917 tiefer neuaufgeschlossen, und der Haupteil der Förderung kam fortan aus diesem nördlichen Abbaubereich.
Zur Versorgung ihrer Kraftwerke erwarb die Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen AG (VEW) 1927 die Zeche Caroline, welche modernisiert wurde und 1929/30 einen weiteren Förderschacht, den "neuen Schacht 2", erhielt. In diesem Zusammenhang wurde der nebenan liegende Luftschacht in "neuer Schacht 3" und der alte Schacht 3 in "neuer Schacht 1" umbenannt, so entstand die Schachtanlage Caroline II 1/2/3. Die tiefsten Grubenbaue lagen bei 575 m Tiefe. 1929 wurde die höchste Jahresförderung von 290.000 t mit 930 Beschäftigten erreicht.
Um 1932 kam der Beschluss, die Zeche Caroline stillzulegen, weil die Förderung nicht mehr rentabel war. Zu dieser Zeit waren das Bergwerk und seine Leitung stramm nationalsozialistisch ausgerichtet. Eine Delegation Holzwickeder Nazis machte sich darum nach Berlin auf, um die Schließung zu verhindern. Wie es heißt, soll der damalige Reichsmarschall Hermann Göring persönlich angeordnet haben, dass die Zeche Caroline in Holzwickede nicht aufgegeben wird – angeblich mit diesen Worten: "Unter unserer Herrschaft ist noch keine Zeche geschlossen worden! Caroline wird nicht die erste sein! " Schließlich konnte die Stilllegung tatsächlich noch abgewendet werden. Das Grubenfeld wurde 1936 nach Erwerb eines Feldesteils der stillgelegten Zeche Massener Tiefbau vergrößert, die Kohlenförderung betrug 1938 um die 143.000 t.
Nachdem kurz zuvor noch die zum Teil durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg zerstörten Tagesanlagen wieder aufgebaut und in Betrieb genommen wurden, musste die Zeche Caroline mit Normalisierung der Wirtschaftslage und Erschöpfung der Kohlenvorräte bereits am 31. Mai 1951 endgültig stillgelegt werden. Insgesamt wurden rund 10 Millionen t Kohle gefördert.
Erhalten geblieben ist von der ehemaligen Zeche Caroline II 1/2/3 nur noch das ehemalige Verwaltungsgebäude, das heute als Jugendheim "Villa Pfiffikus" genutzt wird. Seit einigen Jahren wird auf dem ehemaligen Werksgelände wieder gearbeitet. Im Auftrag der Gemeinde Holzwickede realisierte die Landesentwicklungsgesellschaft NRW im Treuhandauftrag ein multifunktionales Wohnviertel mit Dienstleistungen, Einzelhandel und Gewerbe. Als Ergänzung wurde ein themenbezogener Kinderspielplatz mit Seilscheibe und Förderwagen angelegt.
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[Historischer Bergbaurundweg Holzwickede, Station Nr. 2 und 3]
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Nachdem 1849 die neuen Geviertfelder Caroline I-IV verliehen worden sind, ging die Zeche Caroliner Erbstollen im Jahr 1855 in eine Bergbau-Aktiengesellschaft über und änderte ihren Namen in "Caroline". Ein Jahr später wurde im Rahmen des Übergangs zum Tiefbau mit dem Weiterteufen eines tonnlägigen (schrägen) Versuchsschachtes begonnen, den man bereits 1846 an der heutigen Massener Straße bis unter die Caroliner Erbstollensohle angesetzt hatte, aber aufgrund eines Wasserstaus im Stollen aufgeben musste. Er erhielt die Bezeichnung "Schacht 1" und nahm kurze Zeit später nach der Fertigstellung eines zweiten tonnlägigen Förderschachtes seinen Betrieb auf (Schachtanlage Caroline I 1/2 ).
Ebenfalls im Jahr 1856 teufte die Zeche Caroline hier in Rausingen, direkt an der kürzlich eröffneten Bahnstrecke Dortmund–Soest, den seigeren (senkrechten) Schacht 3 ab. Dieser erreichte das Steinkohlengebirge in 16 m Tiefe, konnte aber wegen mehreren Verbrüchen, Wasserzuflüssen und aus wirtschaftlichen Gründen erst 1870 fertiggestellt werden. 1872 brachte der Schacht 3 die ersten Kohlen zu Tage; im gleichen Jahr wurde außerdem damit begonnen, die nördlich gelegene Zeche Vereinigte Norm (dessen Berechtsame bereits 1869 übernommen wurde) für die Förderung wiederherzurichten. Bis 1874 wurde der dazugehörige Schacht Norm, nun "Caroline 4" genannt, von 127 m auf 210 m tieferteteuft. 1875 kamen im Schacht 4 wieder Kohlen aus dem Feld Norm zu Tage, jedoch wurde die Förderung bereits nach wenigen Monaten erneut eingestellt. Grund hierfür waren Absatzschwierigkeiten wegen des fehlenden Bahnanschlusses zum Schacht 4 sowie Unbauwürdigkeit der Flöze im Nordfeld.
Nachdem 1876 die tonnlägigen Schächte 1 und 2 stillgelegt wurden, verlagerte die in eine bergrechtliche Gewerkschaft umgewandelte Gesellschaft den gesamten Bergwerksbetrieb auf den Schacht 3. 1880 wurde eine neue Kohlenwäsche und 1882 eine Brikettfabrik in Betrieb genommen, außerdem erhielt die Zeche östlich der heutigen Hamburger Allee einen neuen Wetterschacht. 1899 teufte man einen weiteren Luftschacht 100 m westlich vom Förderschacht 3 ab, und es konnte mit einem größzügigen Ausbau der Zeche sowie mit der Ausrichtung des Ostfeldes begonnen werden. 1904 wurde das alte Südfeld nach beendetem Abbau des sogenannten Sicherheitspfeilers abgedämmt und damit endgültig aufgegeben. Auch für den Schacht 4, der zuletzt nur noch der Bewetterung diente, kam das endgültige Aus; er ist um 1909 verfüllt worden. Das Baufeld Norm wurde aber 1917 tiefer neuaufgeschlossen, und der Haupteil der Förderung kam fortan aus diesem nördlichen Abbaubereich.
Zur Versorgung ihrer Kraftwerke erwarb die Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen AG (VEW) 1927 die Zeche Caroline, welche modernisiert wurde und 1929/30 einen weiteren Förderschacht, den "neuen Schacht 2", erhielt. In diesem Zusammenhang wurde der nebenan liegende Luftschacht in "neuer Schacht 3" und der alte Schacht 3 in "neuer Schacht 1" umbenannt, so entstand die Schachtanlage Caroline II 1/2/3. Die tiefsten Grubenbaue lagen bei 575 m Tiefe. 1929 wurde die höchste Jahresförderung von 290.000 t mit 930 Beschäftigten erreicht.
Um 1932 kam der Beschluss, die Zeche Caroline stillzulegen, weil die Förderung nicht mehr rentabel war. Zu dieser Zeit waren das Bergwerk und seine Leitung stramm nationalsozialistisch ausgerichtet. Eine Delegation Holzwickeder Nazis machte sich darum nach Berlin auf, um die Schließung zu verhindern. Wie es heißt, soll der damalige Reichsmarschall Hermann Göring persönlich angeordnet haben, dass die Zeche Caroline in Holzwickede nicht aufgegeben wird – angeblich mit diesen Worten: "Unter unserer Herrschaft ist noch keine Zeche geschlossen worden! Caroline wird nicht die erste sein! " Schließlich konnte die Stilllegung tatsächlich noch abgewendet werden. Das Grubenfeld wurde 1936 nach Erwerb eines Feldesteils der stillgelegten Zeche Massener Tiefbau vergrößert, die Kohlenförderung betrug 1938 um die 143.000 t.
Nachdem kurz zuvor noch die zum Teil durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg zerstörten Tagesanlagen wieder aufgebaut und in Betrieb genommen wurden, musste die Zeche Caroline mit Normalisierung der Wirtschaftslage und Erschöpfung der Kohlenvorräte bereits am 31. Mai 1951 endgültig stillgelegt werden. Insgesamt wurden rund 10 Millionen t Kohle gefördert.
Erhalten geblieben ist von der ehemaligen Zeche Caroline II 1/2/3 nur noch das ehemalige Verwaltungsgebäude, das heute als Jugendheim "Villa Pfiffikus" genutzt wird. Seit einigen Jahren wird auf dem ehemaligen Werksgelände wieder gearbeitet. Im Auftrag der Gemeinde Holzwickede realisierte die Landesentwicklungsgesellschaft NRW im Treuhandauftrag ein multifunktionales Wohnviertel mit Dienstleistungen, Einzelhandel und Gewerbe. Als Ergänzung wurde ein themenbezogener Kinderspielplatz mit Seilscheibe und Förderwagen angelegt.
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